Inklusion im Beichtstuhl
Liebe Gäste,
Ihr seid sicher neugierig noch einige Hintergrundinfos zu unserem angestrebten Inklusionsprojekt zu lesen. Wir hoffen Ihr habt Euren Wein schon bestellt und lehnt Euch gemütlich zurück. Hier könnt Ihr alles Wissenswerte erfahren. Falls Infos fehlen - und nicht gerade ‚der Bär steppt‘ - fragt mich gerne.
Euer Axel
Unser inklusives Konzept ist der Grund, warum die Bestellung und Bezahlung digital erfolgen kann, aber auf jeden Fall immer bargeldlos erfolgen muss - dazu an anderer Stelle mehr! Entlastet von `Bestellen & Bezahlen´ dürfen sich die Mitarbeitenden ganz dem Service widmen.
Angefangen hat alles mit einem Kontakt zu Kristian Dautermann, der in Ingelheim ein Weingut führt und in einem tollen Projekt beeinträchtigte Menschen beschäftigt. Im Weingut wird gemeinsam mit in.betrieb der Blauschafwein hergestellt, den Ihr auch bei uns trinken könnt. Dieses Projekt hat mich schon sehr lange fasziniert. Dann kam der Beichtstuhl! Auch ich hatte beruflich schon mit Menschen in Extremsituationen zu tun und dabei festgestellt, dass ich einen guten Zugang zu Menschen mit Beeinträchtigung habe. So hat sich das Bild der inklusiven Weinstube entwickelt. Diesen Weg kreuzte Daniela Wolf. Sie leitet das Marketing bei in.betrieb (die ehem. Werkstatt für Behinderte in Mainz).
Ihr seht, eine Idee ergibt die Andere und so wächst das Projekt stetig. Wir sind noch ganz am Anfang des Weges und lernen nun gemeinsam, welche Möglichkeiten sich bieten, aber auch welche Vorstellungen unrealistisch sind. Auf diesen Weg freue ich mich sehr!
Zunächst können Interessierte mit Handicap nach Praktikumsplätzen in Küche und Service anfragen. Sobald sich hier die ersten Erfahrungen ergeben haben, könnten diese in Außenarbeitsplätze umgewandelt werden. In beiden Phasen werden sich weiterhin die Integrationsbetreuer um die Mitarbeitenden kümmern. Wie lange die beiden Phasen dauern, ist ganz individuell und wir haben das Ziel, den Mitarbeitenden den Übergang in eine feste Anstellung im Beichtstuhl zu ermöglichen. Sicher wird nicht alles rund laufen und vielleicht wird auch mal ein solcher Prozess abgebrochen - aber auch das ist Teil des Weges. Eine entspannte Rückkehr in den Werkstattbetrieb wird immer möglich sein.
Zu unseren Arbeitsplätzen kommen noch die Lieferungen und Leistungen für die Küche und andere Bereiche hinzu. Wir werden von den Inklusionsbetrieben möglichst viele Vorprodukte einkaufen und vielleicht werden wir auch mit weiteren zusammen arbeiten. Nachfolgend seht Ihr, wer uns bisher unterstützt:
Schlocker Bäckerei (EVIM - Evangelischer Verein für Innere Mission)
Selters Mineralquelle
Brauwerk Bad Kreuznach (Salinenbräu)
Käserei Hof Lehnmühle (Demeter)
Rheinhessen Sparkasse (fördert mit Ihrer Stiftung diverse soziale Projekte)
GPE (Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen)
Auch in.betrieb Mainz begleitet unser Projekt.
Alle gelb geschriebenen Partner sind Inklusionsbetriebe.